Manche bleiben. Manche dürfen weiterziehen.
Wir haben uns auf Bruteier spezialisiert und verkaufen daher nicht laufend Hühner oder Junghennen. Nach der Bruteisaison kann es aber vorkommen, dass einzelne Hennen aus unseren Zuchtgruppen ein neues Zuhause suchen. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn wir eine Gruppe verkleinern, mit bestimmten Tieren nicht weiterzüchten oder ältere Hennen im Alter von ein bis zwei Jahren abgeben, um mit dem Nachwuchs des aktuellen Jahres weiterzuzüchten.
Bei uns leben ausschließlich Rassehühner. Im Mittelpunkt stehen für uns nicht möglichst viele Eier, sondern gesunde, robuste Tiere, charakterstarke Rassen und die Vielfalt, die mit ihnen erhalten bleibt.
Natürlich gehört die Legeleistung dazu – sie ist für uns aber nur ein Teil des Ganzen. Entscheidend ist, dass ein Huhn gesund ist, gut in die Gruppe passt und sich für eine verantwortungsvolle Weiterzucht eignet.
Einzelfotos von Tieren verschicken wir nicht. Unsere Hennen sehen bei der Abgabe auch nicht immer aus wie für den Modelsteg gemacht. Da wir uns auf Bruteier spezialisiert haben, halten wir bewusst weniger Hennen pro Hahn, um eine gute Befruchtungsrate zu erreichen. Das hinterlässt vor allem am Rücken manchmal sichtbare Spuren – einzelne Federn fehlen, wachsen nach der Mauser aber wieder nach.
Welche Rasse abgegeben wird, können wir im Vorfeld natürlich sagen. Das genaue Alter des einzelnen Tieres steht oft erst bei der Abholung fest – auch deshalb, weil sich danach der Preis richtet. Am liebsten ist es uns, wenn jemand eine bestimmte Anzahl an Hühnern sucht und wir gemeinsam schauen, welche Tiere gut zusammenpassen.
Unsere Hühner müssen nicht ausziehen. Tiere, die wir nicht mehr für die Zucht brauchen, können bei uns in der Integrationsgruppe bleiben – auch bis an ihr Lebensende.
Wenn es für beide Seiten passt, geben wir sie aber gerne weiter. Nicht, weil wir Hühner verkaufen müssen, sondern weil wir anderen Menschen den Zugang zu Rassehühnern ermöglichen möchten.
Unsere Hühner sind nicht mit klassischen Hybridhennen aus der gewerblichen Aufzucht vergleichbar – und auch die Haltung dahinter ist eine andere.
Wir arbeiten biologisch. Das beginnt beim Futter, das entsprechend hochwertig und auch deutlich teurer ist, und geht bis zur täglichen Arbeit im Stall. Bei der Parasiten- und Schädlingsbekämpfung setzen wir bewusst auf mechanische Maßnahmen und verzichten darauf, den Tieren routinemäßig chemische Mittel zuzuführen. Das bedeutet mehr Arbeit, mehr Kontrolle und vor allem mehr Zeit.
Unsere Hühner leben in kleinen Gruppen und getrennten Zuchtabteilen. Wir halten bewusst weniger Tiere auf mehr Fläche und betreiben keine Massenproduktion. Für uns ist das keine Besonderheit, sondern schlicht die Art, wie wir unsere Tiere halten möchten.
Auch die Zucht selbst ist aufwendiger. Damit unsere Linien gesund und vital bleiben, braucht es regelmäßig frisches Blut. Dafür suchen wir passende Tiere oder Bruteier aus anderen Zuchten, ziehen Nachwuchs auf, beobachten die Tiere und entscheiden erst später, welche davon für die weitere Zucht geeignet sind. Nicht jedes Tier, das aufgezogen wird, bleibt also automatisch Zuchttier.
All das steckt am Ende auch im Preis eines Huhns. Bei uns bezahlt man nicht nur für das Tier, sondern für die biologische Haltung, die Aufzucht, die Zuchtarbeit und die Zeit, die bis dahin hineingeflossen ist.
Große Rassen
- Junghenne (aus aktuellem Jahr)
€ 50,- - 1-jährige Henne (in der ersten Legeperiode)
€ 40,- - 2-jährige Henne (in der zweiten Legeperiode)
€ 35,- - älter als 2 Jahre oder Alter unbekannt *
€ 30,-
Zwergrassen (Wyandotten, Paduaner, Seidenhühner)
- Junghenne (aus aktuellem Jahr)
€ 60,- - 1-jährige Henne (in der ersten Legeperiode)
€ 50,- - 2-jährige Henne (in der zweiten Legeperiode)
€ 45,- - älter als 2 Jahre oder Alter unbekannt*
€ 40,-
* Manchmal verlieren unsere Hühner ihre Fußringe. Da wir darüber das Alter der Tiere eindeutig zuordnen, lässt sich bei diesen Hühnern später nicht mehr sicher sagen, aus welchem Jahr sie stammen.
Solche Tiere fallen bei uns deshalb in die Kategorie „Alter unbekannt“. Wer sich für eines davon entscheidet, hat also ein kleines bisschen Überraschung dabei – vielleicht ist es jünger, vielleicht schon etwas älter. :)
Gerade diese Hühner werden aber immer wieder als Gesellschaftshühner gesucht. Zum Beispiel dann, wenn nach einem Fuchsangriff plötzlich nur noch eine einzelne Henne übrig ist und schnell wieder Gesellschaft braucht. In solchen Fällen ist das genaue Alter oft gar nicht so wichtig – Hauptsache, das Huhn muss nicht lange alleine bleiben.